Veröffentlicht in

Ängste im Alltag: Kleine Schritte, um mit der Angst umzugehen

Du stehst an der Straßenecke, erinnerst dich an diesen einen furchteinflößenden Moment und plötzlich frierst du ein, kriegst schwitzige Hände und du hast dieses komische Gefühl in der Brust. Als würde dir jemand die Kehle zu schnüren.

Passiert dir sowas häufiger im Alltag? Dann hast du vermutlich viel mit Ängsten zu tun.

Vielleicht hast du Erfahrungen gesammelt, mit denen du nicht gerechnet hast oder womöglich bist du jemand, der viel grübelt und mögliche Szenarien doppelt und dreifach sich im Kopf ausmalt.

Diese Ängste können wir jedoch bis zu einem gewissen Grad steuern. Das heißt nicht, dass es fachlichen Rat ersetzt, sondern, dass kleine Ängste, die wir im Körper spüren, selbst steuern können.

Dennoch solltet ihr bei massiven Ängsten fachliche Unterstützung heranziehen, die eure Einschränkungen genauer betrachtet. Oft sind es fest verankerte Ängste, die nur durch intensive Behandlungen aufgelockert werden können.

Diejenigen, die mit ihren Ängsten jedoch gut umgehen können, denen zeige ich, wie sie mit nur wenigen Schritten deutlich mehr an Lebensenergie zurückerhalten und die Angst in den Hintergrund drängen können.

Das könnt ihr tun, wenn ihr Angst habt:

  • Singen: Das klickt zu gut um wahr zu sein, aber tatsächlich hilft uns Singen dabei, den Atem zu regulieren und setzt Hormone frei, die Stress abbauen. Also singt so viel ihr könnt
  • Benennt die Angst: Angst ist nur eine Emotion, die versucht euch zu steuern. Wenn ihr ihr einen Namen gibt, wie zum Beispiel „Lisa“, dann schafft ihr Bewusstsein für eure Emotion und merkt, dass ihr diejenigen seid, die die Emotion steuern könnt und nicht umgekehrt. Das heißt, wenn ihr wieder Angst verspürt, sagt euch selbst „Da ist ja Lisa schon wieder. Sie muss wieder das letzte Wort haben“.
  • Führt Selbstgespräche: Euren Kindern würdet ihr doch auch sagen, dass alles gut wird und sie keine Angst haben müssen. Und genau das könnt ihr auch mit euch selbst tun. Ihr seid fähig euch selbst mit diesen Sätzen zu beruhigen
  • Streichelt eure Hände: Geht mit euren Fingern sanft über eure andere Hand. Das aktiviert euer Nervensystem, senkt den Blutdruck, sowie die Herzfrequenz und sorgt dafür, dass es Hormone ausschüttet, wie das Oxytocin, was angstlösend wirkt
  • Nutzt eure Atmung: Bei Angst kommt es häufiger zur flachen und schnellen Atmung, was zur Hyperventilation führen kann. Mit einer bewussten Atmung aktiviert ihr den „Ruhe-Nerv“, was euer Nervensystem beruhigt. Dabei könnt ihr die 4-7-8 Methode wählen: 4 Sekunden einatmen, 7 Sekunden Anhalten und 8 Sekunden lang ausatmen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert