„Ich kann mich niemals für diesen Job bewerben!“ oder „Mit diesem Oberteil werden sie mich auslachen!“ – Viele kennen diese Gedanken, doch was steckt dahinter?
Selbstzweifel entstehen durch unsere Erziehung oder Kindheitserfahrungen, wenn wir das Gefühl hatten es unseren Eltern nie recht zu machen oder wir wegen unserem Auftreten gehänselt wurden. Und jetzt sind wir die Vorzeige – Perfektionisten und versuchen alles richtig und perfekt zu machen, um Akzeptanz in der Gesellschaft zu bekommen und uns ja nicht wertlos zu fühlen.
Doch was würdet ihr eurem Kind sagen, wenn es sagt, dass es sich nicht gut genug fühlt, um auf den Schulball zu gehen, weil es nicht die „angemessene“ Körperform für ein Schulball-Outfit hat? – Natürlich würdet ihr sagen, dass es gut genug ist und sich nicht von Äußeren Umständen beeinflussen lassen soll. Selbstwert wird nicht durch außenstehende Faktoren erlangt, sondern ist uns schon von Geburt an gegeben.
Aber wieso fällt es uns dennoch schwer das auf uns zu übertragen und uns genau so zu sehen? Wir warten unbewusst darauf, dass jemand uns lobt oder uns Mut zuspricht, um das umzusetzen, was wir gerne machen wollen. Vielleicht warten wir auf Personen, die uns in der Kindheit gefehlt haben, die uns die Hand auf die Schulter gelegt und uns gesagt hätten, dass wir toll sind.
Wir können das für unsere Kinder ändern, doch wir können auch unsere Selbstzweifel verkleinern, in dem wir unsere negativen Glaubensätze überschreiben. Nichts ist aus der Kindheit fest verankert. Alles, was wir erlernt haben, prägt zwar unser Leben, kann aber auch umgestaltet werden. Es reicht, in dem wir liebevoller mit uns selbst sind. Uns bewusst zu werden, dass wir wertvoll sind, auch wenn wir nicht perfekt sind. Uns selbst die Anerkennung geben, die wir immer vermeintlich im außerhalb suchen. So hören wir auf uns selbst schlecht darzustellen und geben unserem inneren Kind, dass dich so sehr nach Anerkennung sehnt, endlich die Bestätigung.
Was du konkret also tun kannst:
- Schreibe dir Dinge auf, die du dir von deinen Bezugspersonen damals gerne gehört hättest und versuche sie für dich zu verinnerlichen
- Mache dir bewusst, dass jeder Fehler macht, und genau die Menschen erfolgreich werden, die Fehler als Stärke sehen, um sich zu entwickeln
- Sei weniger streng zu dir selbst und fange an liebevoll mit dir umzugehen
- Vergleiche dich nicht mit anderen: Jeder hat ein anderes Tempo im Leben. In dem du dich mit anderen vergleichst verlierst du deine Authentizität. Es ist so als würdest du eine Schnecke mit einer Maus vergleichen. Zu akzeptieren, dass Menschen doch unterschiedlich sind, macht es einfacher.
- Mache dir deine bereits vorhandenen Stärken bewusst
